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Zwischen den Stühlen? Wie sich der Putschversuch auf die Deutsch-Türken auswirkt

Forum Dialog: Zwischen den Stühlen? Wie sich der Putschversuch in der Türkei auf die Deutsch-Türken auswirkt

Vor einem Jahr, am 15. Juli 2016, versuchten Teile des Militärs gegen die Regierung von Recep Tayyip Erdoğan zu putschen. Seit der gescheiterten Aktion, bei der mehr als 250 Menschen ums Leben kamen und mehr als 1000 Menschen verletzt wurden, ist die Gülen-Bewegung im Visier des türkischen Präsidenten. Obwohl stichhaltige Beweise für deren Täterschaft bis heute nicht vorgebracht wurden, werden Zehntausende als „Terroristen“ diffamiert und verhaftet sowie aus dem Staatsdienst entfernt. Im Zuge des Notstands wurde das Recht auf freie Meinungsäußerung massiv eingeschränkt und Demonstrationen verboten. Hinzu kommen zahlreiche Berichte über Misshandlungen in Polizeigewahrsam.

Besonders auf die in Deutschland lebenden Türkinnen und Türken sowie Bürgerinnen und Bürger mit türkischem Migrationshintergrund haben die politischen Entwicklungen großen Einfluss. Gesellschaftliche Spaltungen in der Türkei reißen hierzulande Familien und Gemeinden emotional auseinander und belasten nicht zuletzt auch das Verhältnis zur übrigen deutschen Gesellschaft, die mehrheitlich Erdoğans politischen Kurs verurteilt. Welche Herausforderungen sich nun ein Jahr nach dem Putsch ergeben, insbesondere für den türkischen Teil der deutschen Gesellschaft und wie mit diesen umgegangen werden kann, diskutieren der Hauptvortragende Süleyman Bag (Chefredakteur des Deutsch-Türkischen Journals Online) sowie die Koreferenten Ercan Karakoyun (Vorsitzender der Stiftung Dialog und Bildung) und Dr. Dirk Schuster (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Uni Potsdam) mit den Gästen.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Ihnen. Für die Teilnahme an dem Gesprächsabend ist eine Anmeldung notwendig. Anmeldungen werden bis zum 14. Juli 2017 gern per Mail an events-berlin@forumdialog.org entgegen genommen.

Forum Dialog Berlin, Heimat
Stellungnahme_Türkei

Datum: 17.07.2017
Ort: Forum Dialog Berlin
Mohrenstraße 34
10117 Berlin
Zeit: 18:30 Uhr
Thema: Podiumsdiskussion – Zwischen den Stühlen? Wie sich der Putschversuch in der Türkei auf die Deutsch-Türken auswirkt
Referenten: Ercan Karakoyun, Vorsitzender der Stiftung Dialog und Bildung
Süleyman Bag, Chefredakteur DTJ-Online
Dr. Dirk Schuster, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft Uni Potsdam

Webseite der Veranstaltung
Karakoyun Lesung

Online-Lesung & Talk mit Ercan Karakoyun

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Online-Lesung & Talk mit Ercan Karakoyun:
Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will

Das Social Media Team der Stiftung Dialog und Bildung veranstaltet eine Online-Lesung mit anschließendem Talk. Ercan Karakoyun liest aus seinem neuen Buch und beantwortet die Fragen der Online-Zuschauer. Folgen Sie der Veranstaltung auf Facebook, Twitter oder Periscope.

„Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will“
Seit dem Putschversuch des türkischen Militärs ist Hizmet (die sog. Gülen-Bewegung) täglich in den deutschen Mainstream-Medien zu finden. Eine Bewegung die in Deutschland seit über 20 Jahren erfolgreiche Bildungsarbeit leistet wird scheinbar neu entdeckt. Mit seinem neuen Buch „DIE GÜLEN BEWEGUNG – WAS SIE IST, WAS SIE WILL“ berichtet Ercan Karakoyun über Hizmet-Engagierte, ihre Ziele und ihre veränderte Situation in Deutschland und der Türkei.

Herder:
Karakoyun beschreibt erstmals seit dem Einschnitt im Sommer 2016, was die auch hierzulande aktive Gülen-Bewegung wirklich will: einen menschlichen Islam, Demokratie und Bildung. Nicht zuletzt berichtet Karakoyun, selbst Beispiel einer gelungenen Integration in Deutschland, davon, wie Hizmet-Mitglieder seit dem Putsch in Deutschland und überall in Europa von Erdogan-treuen Türken angefeindet, aus Moscheen geworfen oder sogar mit dem Tod bedroht werden.

Ein wichtiges Buch zu einem brennend aktuellen Thema – von einem echten Insider.

Das Buch auf Herder bestellen
Stellungnahme_Türkei

Datum: 16.02.2017
Ort: Facebook / Twitter / Periscope
Zeit: 19:00 Uhr
Thema: Lesung und Talk: Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will
Autor: Ercan Karakoyun, Vorsitzender der Stiftung Dialog und Bildung

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Periscope
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Lesung und Podiumsdiskussion: Die Gülen-Bewegung

Lesung Gülen-Bewegung

Forum Dialog: Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will

Seit dem Putschversuch des türkischen Militärs ist Hizmet (die sog. Gülen-Bewegung) täglich in den deutschen Mainstream-Medien zu finden. Eine Bewegung die in Deutschland seit über 20 Jahren erfolgreiche Bildungsarbeit leistet wird scheinbar neu entdeckt. Mit seinem neuen Buch „DIE GÜLEN BEWEGUNG – WAS SIE IST, WAS SIE WILL“ berichtet Ercan Karakoyun über Hizmet-Engagierte, ihre Ziele und ihre veränderte Situation in Deutschland und der Türkei.

Der Lesung im Literaturhaus Berlin folgt eine Podiumsdiskussion mit Experten und Kritikern. Die Veranstaltung moderiert Autor und Journalist Daniel Bax („Angst ums Abendland“).

Anmeldungen werden bis zum 27. Januar unter events-berlin@forumdialog.org entgegengenommen.

 

Lesung und Podiumsdiskussion

Auch in Deutschland teilen viele Mitbürger die Werte der Hizmet-Bewegung (Gülen-Bewegung) und engagieren sich in den Bereichen Dialog und Bildung. Mit ihrer Partizipation fördern sie soziale Teilhabe und kollektiven Zusammenhalt und stärken ein pluralistisches Miteinander. Die Aktivitäten der Hizmet–Bewegung werden jedoch nicht von allen Teilen der Gesellschaft gewürdigt. Insbesondere in den letzten Jahren stellten schwere Vorwürfe Erdogans die Bewegung unter hohen Druck und belasteten Hizmet-Engagierte auch in Deutschland.

Forum Dialog Berlin, Heimat
Stellungnahme_Türkei
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Datum: 31.01.2017
Ort: Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin
Zeit: 19:00 Uhr
Thema: Lesung und Podiumsdiskussion – Die Gülen-Bewegung – Was sie ist, was sie will
Referenten: Ercan Karakoyun, Vorsitzender der Stiftung Dialog und Bildung
Florian Volm, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen
Dr. Friedmann Eissler, wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen

Moderator: Daniel Bax, Autor und Journalist bei der TAZ

Webseite der Veranstaltung
Ahmet Kuru

GtW: „Does Islam promote authoritarianism?“ – Prof. Dr. Ahmet Kuru

Gesellschaft trifft Wissenschaft (GtW) | 06.06.2015

Does Islam promote authoritarianism?“ 
Authoritarianism and Democracy in Muslim Countries: Rentier States and Regional Diffusion

In islamisch geprägten Staaten scheint nicht nur ein Spannungsfeld zwischen Staat und Religion zu existieren, sondern auch zwischen den Herrschenden und dem Volk. Liegen die Gründe etwa in den Lehren des Islam? Welche Erklärungsmuster kommen hier zum Tragen? In der Gesprächsreihe „Gesellschaft trifft Wissenschaft“ (GtW) können gemeinsam Antworten gefunden werden.
Prof. Dr. Ahmet Kuru vom Department of Political Science der San Diego State University wird in dem nächsten “Gesellschaft trifft Wissenschaft” (GtW) -Gespräch über das Thema „Does Islam promote authoritarianism?“ referieren – mit anschließender Diskussion.

„Why are most of 49 Muslim-majority countries, especially those in the Middle East and Central Asia, authoritarian?
Dr. Kuru challenges explanations that point to Islam, the absence of secularism, and Arab exceptionalism as causes.
He argues that the combined effects of rentier states and regional diffusion lead to disproportionate authoritarianism in these countries.
He also discusses how the Islamic scholars‘ conservatism and religious orthodoxy have contributed to authoritarianism.“

Vortrag und Diskussion werden in englischer Sprache gehalten.

Dr. Ahmet Kuru ist Professor am Department of Political Science der San Diego State University und Direktor des Center for Islamic and Arabic Studies (SDSU). Der Politikwissenschaftler hat mehrere Bücher und zahlreiche Aufsätze zu den Themen Demokratie, Laizismus und Herrschaftsformen in islamischen geprägten Staaten verfasst. Er gilt als ausgewiesener Experte im Spannungsfeld Staat-Religion.

Kuru promovierte 2006 in „Political Science“ an der University of Washington und Seattle und war als Lehrbeauftragter sowie als Postdoktorand an verschiedenen Stationen (Doha, Columbia, Seattle) tätig. Zeitgleich lehrte er regelmäßig an der San Diego State University und ist dort seit 2011 Professor am Department of Political Science. Darüber hinaus wurde er 2015 zum Direktor des Center for Islamic and Arabic Studies (San Diego State University) berufen.

 

Arbeitsschwerpunkte:

  • Vergleichende Politikwissenschaft
  • Religion und Politik
  • Islam und Nahoststudien

 

Bücher u.a.:

  • 2012: Democracy, Islam, and Secularism in Turkey (New York: Columbia University Press)
  • 2009: Secularism and State Policies toward Religion: The United States, France, and Turkey (New York: Cambridge University Press)

 

Relevanter Aufsatz:

  • 2014: „Authoritarianism and Democracy in Muslim Countries: Rentier States and Regional Diffusion“ in POLITICAL SCIENCE QUARTERLY, Volume 129 Number 3.
Ahmet Kuru

Datum: 06.06.2016
Ort: wird nach Anmeldung bekannt gegeben
Zeit: 18:00 Uhr
Thema: „Does Islam promote authoritarianism?“ –
Authoritarianism and Democracy in Muslim Countries: Rentier States and Regional Diffusion

Referent: Prof. Dr. Ahmet Kuru, Department of Political Science, San Diego State University

Bei Interesse können Sie uns unter 030/206 21 400 oder info[at]sdub.de kontaktieren. Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung bis zum 01.06.2016. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Ahmet Kuru

(Bildquelle: San Diego State Univ.)

Stiftungstag 2016

Stiftungstag 2016 – Stiften, Engagieren, Verantwortung zeigen!

Stiftungstag 2016

Stiftungstag 2016 – Stiften, Engagieren, Verantwortung zeigen!

Die Stiftung Dialog und Bildung nimmt an dem 7. Berliner Stiftungstag teil. Im Fokus des diesjährigen Stiftungstags steht insbesondere das Übernehmen von gesellschaftlicher Verantwortung. Die Flüchtlingsthematik, die politischen Spannungen und andere Themen stellen die Gesellschaft vor neuen, großen Herausforderungen. Migrantische Organisationen übernehmen seit Jahren Verantwortung in der Gesellschaft und engagieren sich für Deutschland. In diesem Sinne möchte die Stiftung Dialog und Bildung die zivilgesellschaftlichen Bestrebungen, sowie den Einsatz für universelle Werte der Menschen in Hizmet fördern und kommunizieren.

Grußworte des Berliner Bürgermeisters Michael Müller:

„Wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für den Zusammenhalt in unserer Stadt ist, zeigt sich gerade wieder in diesen Wochen und Monaten, in denen viele Menschen bei uns Zuflucht suchen. Zahlreiche Berliner-innen und Berliner übernehmen ganz selbstverständlich Verantwortung. Sie tun dies aus eigenem Antrieb, weil sie den Ankommenden helfen wollen, aber auch um eine klare Haltung zu zeigen: gegen Hass und Gewalt – für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben.

Zu den Stützen des für den Zusammenhalt sowichtigen Engagements gehört auch eine weiter wachsende Zahl von Stiftungen, die sich in unterschiedlicher Weise für das Gemeinwohl stark machen. Mit dem 7. Berliner Stiftungstag am 8. April 2016 im Berliner Rathaus bieten wir ihnen erneut die Möglichkeit, ihr Engagement einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Gleichzeitig wird ihnen ein Forum zur Begegnung und für den fachlichen Austausch geboten. Und: Besucherinnen und Besuchern haben die Gelegenheit, die vielfältige Stiftungslandschaft und Ihre Arbeit kennenzulernen und sich zu eigenem Engagement inspirieren zu lassen.

In diesem Sinne lade ich Sie herzlich zur Teilnahme am 7. Berliner Stiftungstag ein und freue mich über Ihr Engagement, mit dem Sie unsere Stadt bereichern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.“

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Datum: 08. April 2016
Ort: Berliner Rathaus
Rathausstraße 15
10178 Berlin
Zeit: 11:00 – 18:00 Uhr
Thema: 7. Berliner Stiftungstag

Webseite der Veranstaltung
Programm der Veranstaltung als Pdf
Hizmet-Tagung

Hizmet für universelle Werte?

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat weltweit Eingang in die Rechtsordnungen gefunden und ist heute in jedem Land ein Bezugspunkt für die Menschen, die sich nach universellen Werten und Menschenrechten sehnen. Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, Achtung vor der Natur und gemeinsam getragene Verantwortung gehören genauso dazu wie auch das Recht auf Bildung, gesundheitliche Grundversorgung und sauberes Wasser.

Millionen Menschen auf der Welt sind heute weit davon entfernt, diese Rechte in der Praxis ausüben zu können. Nicht selten berufen sich Menschen auf ihre Religion, wenn sie Kriege anzetteln, Menschen diskriminieren, die Religionsfreiheit einschränken oder andere vom Wohlstand ausschließen. Die Menschen in Hizmet (Gülen-Bewegung) hingegen versuchen mit ihrem Engagement, motiviert durch ihre Religion, einen Beitrag dazu zu leisten, dass universelle Werte erneut Geltung bekommen. Sie sehen sich als einen „Anbieter auf dem Markt der Werte“, wie es einst Margot Käßmann formulierte. Doch welche universellen Werte und Menschenrechte stehen im Fokus des Engagements der Menschen in Hizmet? Mit welchen Ansätzen versucht man einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten? Was sind Motivation und Ziel der Projekte? An welchen Stellen sollte das Engagement erweitert werden? Welche Kritik gibt es an dem Engagement?

Mit Journalisten, Wissenschaftlern, und Experten aus der Gesellschaft wollen wir über diese und weitere Themen diskutieren. Als Ansprechpartner für die Ideen und Positionen der Menschen in Hizmet sowie Fethullah Gülens wollen wir den Beitrag Hizmets für die Gesellschaft gemeinsam mit ihnen erörtern und hinterfragen.

Hizmet-Tagung

2. Hizmet Jahrestagung
Hizmet für universelle Werte?
Engagement unter globalen Herausforderungen
Datum: Samstag, den 21. November 2015, ab 1o:00 Uhr
bis Sonntag, den 22. November 2015, 15:00 Uhr

Ort: Hotel Global
Mörfelden-Walldorf (bei Frankfurt am Main)

ANFAHRT

Programm der Jahrestagung 2015

Bei Interesse und Fragen können Sie uns unter 030/206 21 400 oder info[at]sdub.de kontaktieren.
Anmeldungen werden ausschließlich unter dem Vorbehalt verfügbarer Kapazitäten angenommen.

Kooperationspartner: BDDI.org

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Programm der Jahrestagung 2015
Hizmet und Bildung

Hizmet (Gülen-Bewegung) und Bildung

Nährboden für eine Parallelgesellschaft oder ein Beitrag für die deutsche Bildungslandschaft?

Immer mehr Menschen, die die Ideen des muslimischen Gelehrten Fethullah Gülen teilen, stoßen die Gründung von deutsch-türkischen Privatschulen an. Bildungsexperten konstatieren, dass dieses Engagement im Bildungsbereich eine wichtige Lücke im deutschen Bildungssystem schließt. Kritiker hingegen sprechen vom Entstehen einer Parallelgesellschaft. Doch welche Besonderheiten weisen die Schulen auf? Was birgt sich hinter dem Bildungsideal der Bewegung (Hizmet), aus dem sie hervorgegangen sind? Welche Rolle spielt Fethullah Gülen in der Schule? Und welche Inhalte werden in den Einrichtungen vermittelt?

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und Bildungspraxis stellen wir in Kooperation mit dem Forum für interkulturellen Dialog e.V. das bildungsorientierte Engagement der Menschen in Hizmet zur Diskussion. Referieren werden:

• Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning (Universität Duisburg-Essen),

• Prof. Dr. Wolf-Dietrich Bukow (Universität Siegen),

• Dr. Helmut Dinse (Realschule Eringerfeld),

• Irfan Kumru (Tüdesb e.V.).

Hizmet und Bildung

Hizmet (Gülen-Bewegung) und Bildung

Datum: Mittwoch, den 06. Mai 2015, 18:00 Uhr
Ort: Jugendakademie der Künste
Wilhelmstraße 26-30/Haus 19
13593 Berlin

ANFAHRT

Anmeldeschluss: 30. April 2015

Anmeldebogen-Download

Ablauf + Referenten-Download

Kooperationspartner: FID e.V. Berlin

Ablauf + Referenten zum Download
Salafismus

Die Salafismus-Szene in Deutschland

Gesellschaft trifft Wissenschaft (GtW) | 10.03.2015 | Salafismus

Die Salafismus-Szene in Deutschland – Anziehungskraft, Rekrutierung und Akteure

Die heterogene salafistische Szene in Deutschland wächst rasant, wenn gleich die Gesamtzahl der Salafisten im Vergleich zu anderen Strömungen des Islams relativ niedrig bleibt. Was macht salafistische Deutungsmuster so attraktiv für manche Jugendliche in Deutschland? Aus welchem Umfeld kommt der Zulauf? Und wie gefährlich ist das militante Milieu, die sogenannten Dschihadisten?

Claudia Dantschke, eine der führenden Islamismus-ExpertInnen in Deutschland, referiert zu diesem hochaktuellen Themengebiet  im Rahmen der Gesprächsreihe “Gesellschaft trifft Wissenschaft” (GtW). Mit anschließender Diskussion unter FachexpertInnen.

Salafismus

Datum: 10.03.2015
Ort: Stiftung Dialog und Bildung, Taubenstr. 26, 10117 Berlin
Zeit: 18:30 Uhr
Thema: Die Salafismus-Szene in Deutschland
Referentin: Claudia Dantschke, Zentrum Demokratische Kultur – Beratungsstelle Hayat, Berlin

Bei Interesse können Sie uns unter 030/206 21 400 oder info[at]sdub.de kontaktieren

Hayat Beratungsstelle
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Antisemitismus & Islamfeindlichkeit – Ähnlichkeiten und Unterschiede

Gesellschaft trifft Wissenschaft (GtW) | 01.06.2015

Waren lange Zeit Machtphantasien und Verschwörungstheorien ein Kennzeichen des Antisemitismus und eines angeblich weltweit agierenden Judentums, so ranken sich solche irrationalen Stereotypenmuster heute auch um den Islam, der vermeintlich anstrebe, die Welt zu beherrschen. Hier sind es die Juden, denen unterstellt wird, mit Finanzmanipulationen, mit der Macht über Börsen, Medien und viele andere gesellschaftlich relevante Bereiche die Welt bestimmen zu wollen. Dort sind es die demografischen Konstrukte, die behaupten, Muslime würden die Welt in nicht allzu ferner Zukunft übervölkern und damit „islamisieren“ oder mit „Täuschungstaktiken“ agieren, die sich aus dem islamischen Taqiyya-Gebot ergäben. Die Islamfeindlichkeit entwickelte sich aus der Moderne heraus und begreift den Islam als modernisierungsfeindlich, als rückwärtsgewandt. Strukturelle Ähnlichkeiten zu Elementen einer antisemitischen Denkart im 19. Jahrhundert sind etwa in Bezug auf die damals zugewanderten osteuropäischen Juden, ihre „fremde“ Kleidung und orthodoxe Religionsauffassung auszumachen. Besonders die Debatte um die Beschneidung im Jahr 2012 zeigte, welche Parallelen manche Argumente in der Ablehnung beider Minderheiten aufweisen.

Dr. Juliane Wetzel, vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin, wird in Gesprächsreihe “Gesellschaft trifft Wissenschaft” (GtW) über das Thema “Antisemitismus und Islamfeindlichkeit – Ähnlichkeiten und Unterschiede” referieren – mit anschließender Diskussion unter FachexpertInnen.

Mohammed-Karikaturen hört nicht auf, und von Michel Houellebecq bis Thilo Sarrazin, von Alice Schwarzer bis Marine Le Pen kommt es dabei zu ungewöhnlichen Allianzen. Aber wovor muss man Angst haben? Dieses Buch gibt eine Antwort.“

Dr. Juliane Wetzel ist Mitarbeiterin des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Die Historikerin hat mehrere Bücher und zahlreiche Aufsätze zur Zeitgeschichte, zur deutsch-jüdischen Geschichte und zu Displaced Persons vorgelegt.

Wetzel promovierte 1987 in den Fächern Geschichte und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und war anschließend bis 1991 Mitarbeiterin im Institut für Zeitgeschichte in München. Von 1991 bis 1995 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin, seit 1996 wissenschaftliche Angestellte des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Sie ist im Expertenkreis des Deutschen Bundestags gegen Antisemitismus, Vorstandsmitglied Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien, geschäftsführende Redakteurin des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung und Mitglied der “Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research”.

Arbeitsschwerpunkte: Juden unter nationalsozialistischer Verfolgung (vor allem Deutschland, Frankreich, Italien), jüdische Nachkriegsgeschichte (jüdische Displaced Persons), Rechtsextremismus, insbesondere Rechtsextremismus und Antisemitismus im Internet.

Herausgeberschaft u.a.:

Wolfgang Benz/Juliane Wetzel (Hrsg.), Antisemitismus und radikaler Islamismus, Essen 2007.

Relevanter Aufsatz:

Parallelen zwischen Antisemitismus und Islamfeindschaft heute, in: Gideon Botsch/Olaf Glöckner/Christoph Kopke/Michael Spieker (Hrsg.), Islamophobie und Antisemitismus – ein umstrittener Vergleich, Berlin/Boston 2012, S. 81-106.

gtw-juliane-wetzel

Datum: 01.06.2015
Ort: dbb forum berlinFriedrichstraße 169/170
Zeit: 18:30 Uhr
Thema: Antisemitismus und Islamfeindlichkeit – Ähnlichkeiten und Unterschiede
Referentin: Dr. Juliane Wetzel, Zentrum für Antisemitismusforschung (TU Berlin)

Bei Interesse können Sie uns unter 030/206 21 400 oder info[at]sdub.de kontaktieren. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bis zum 29.05.2015.

Medienpartner: DTJ-Online

(Bildquelle: bistum-essen.de)

Antisemitismus und Islamfeindlichkeit – Ähnlichkeiten und Unterschiede

(Bildquelle: detektor.fm)