Stiftung Dialog und Bildung

Die Stiftung Dialog und Bildung ist eine Stiftung von Menschen, die in Hizmet (der “Gülen-Bewegung”) aktiv sind. Das Engagement von Hizmet für interkulturellen Dialog und Bildung ist aus einzelnen Initiativen vor Ort entstanden und in vielfältiger Form gewachsen. Vor diesem Hintergrund gibt die Stiftung als Ansprechpartner für Engagierte, Partner und Interessierte sowie Medien und Politik Antworten auf Fragen in Bezug auf Hizmet. Gleichzeitig stößt sie neue Projekte und Konzepte im Bereich Bildung und Dialog an. Durch ihre wissenschaftliche Arbeit möchte sie auch die Forschung zu Hizmet vorantreiben.

Ansprechpartner

Die Stiftung informiert über die Ursprünge, die Entwicklung und die Aktivitäten von Hizmet (der “Gülen-Bewegung”) in Deutschland sowie über die Ideen und die Arbeit Fethullah Gülens. Bei Bedarf vermittelt sie den Kontakt zu Bildungsvereinen, Dialoginitiativen oder Unternehmerverbänden vor Ort. Insbesondere sind auch Medien sowie die politische und gesellschaftliche Öffentlichkeit dazu eingeladen, mit der Stiftung in Dialog zu treten.

Das Stiftungsteam ist gern Ihr Ansprechpartner.

Impulsgeber für Politik und Gesellschaft

Darüber hinaus gibt die Stiftung Impulse für die Stärkung des interkulturellen Dialogs und für neue, auf gesellschaftliche Teilhabe ausgerichtete Bildungskonzepte in Deutschland. Ziel ist es, mit Vertretern aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen.

Die Stiftung Dialog und Bildung ist Mitglied des Bundesverbands Deutscher Stiftungen

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Hizmet

Der Begriff „Hizmet“ (übersetzt als Dienst) bezeichnet eine global aktive Gemeinschaft von Personen, die sich sozial engagieren. Sie übernehmen Verantwortung in vielen Ländern dieser Welt, in dem sie Projekte in den Bereichen Dialog und Bildung initiieren. Sie orientieren sich an lokalen Gegebenheiten und leisten einen gesellschaftlichen Beitrag.

Angeregt von den Ideen des türkischstämmigen Islamgelehrten Fethullah Gülen, der für die Vereinbarkeit von Islam und Demokratie sowie Menschenrechten steht, engagieren sich viele bei Hizmet.

Die Ursprünge von Hizmet

„Hizmet“ als spezifische Form gesellschaftlichen Engagements entstand in den 70er Jahren in der Türkei. Infolge des Militärputsches von 1971 war das damalige politische Klima weiten Teilen der Bevölkerung sowie vielfältigen Meinungen und Lebensmodellen gegenüber repressiv. Zudem war gerade im Osten der Türkei, wo die meisten der türkischen Migranten in Deutschland herstammen, der Lebensstandard der Menschen sehr niedrig; insbesondere mangelte es an Bildungsinfrastruktur, medizinischer Versorgung sowie freien und unabhängigen Medien. Vor diesem Hintergrund entstand Hizmet als Engagement von einzelnen Menschen vor Ort, mit dem Ziel, die Versorgungslücken zu schließen und bessere Lebensbedingungen für die Menschen zu erreichen.

Mit der Zeit entwickelte sich Hizmet zu einer immer breiteren gesellschaftlichen Initiative. Türkische Emigranten, die von den Ideen Hizmets inspiriert waren, trugen diese nach Deutschland und setzen ihr Engagement hier fort.

Im Mittelpunkt des Engagements von Hizmet stehen:

– ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle einer solidarischen und auf Nächstenliebe ausgerichteten Gesellschaft,
– die Förderung von Bildung als Mittel zur vollen persönlichen Entfaltung und Entwicklung eines angemessenen Lebensstandards sowie
– der Einsatz für interkulturellen und interreligiösen Dialog für ein friedliches und gemeinschaftliches Miteinander.

Basis der Ideen Hizmets sind universelle Werte wie Toleranz, Chancengerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe, demokratische Grundrechte, Meinungsfreiheit sowie Gleichstellung von Mann und Frau.

Hizmet steht allen Menschen offen – unabhängig davon, ob und welcher Religion sie angehören.

Förderung von Engagement

Die Menschen in Hizmet sind bürgerschaftlich und freiwillig engagiert. Sie partizipieren an der Gesellschaft. Sie übernehmen in Vereinen und Verbänden, in sozialen und kulturellen Projekten in vielfältiger Weise gesellschaftliche Verantwortung. Freiwilliges Engagement ist einer der wichtigsten Bestandteile einer funktionierenden Gesellschaft. Bürgerschaftliches Engagement beinhaltet für uns, Verantwortung für die eigenen Belange und Interessen zu übernehmen und zugleich Verantwortung für Gesellschaft und Gemeinschaft als Ganzem mit zu tragen. Es ist sowohl darauf gerichtet, andere Menschen zu unterstützen, die Hilfen benötigen, als auch eigenen Bedürfnissen und Interessen gerecht zu werden.

Die Menschen in Hizmet sind in hohem Maße gesellschaftlich engagiert, sowohl bezogen auf ihre Herkunftskultur als auch in der lokalen Gesellschaft. Dieses Engagement wollen wir als Stiftung fördern und sichtbarer machen.

Gemeinsam für Dialog

Offener, respektvoller Austausch zwischen Menschen verschiedener Religionen, Weltanschauungen und Hintergründe ist eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Dieser Gedanke liegt den Dialogaktivitäten in Hizmet und auch unserer Stiftungsarbeit zugrunde. Durch vielfältige Veranstaltungen und Projekte wie Gesprächsrunden, Workshops und Veröffentlichungen fördern wir den konstruktiven Diskurs über die Aktivitäten von Hizmet im Bereich Dialog.

Gemeinsam für Bildung

Bildung ist der Schlüssel zu gegenseitiger Verständigung, Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Vor diesem Hintergrund liegt der Akzent in Hizmet auf qualifizierter Bildung und Chancengerechtigkeit. Durch ihre Arbeit als Informations- und Impulsgeberin ist die Stiftung auch hier Bindeglied zwischen Engagierten, Medien und Gesellschaft.

Hizmet als internationales Netzwerk

Das Engagement für Hizmet (auch bekannt als “Gülen-Bewegung”) geht zurück auf erste Initiativen von Menschen in der Türkei der 70er Jahre und erstreckt sich heute auf über 140 Länder. In nahezu allen Teilen der Welt bringen sich Menschen dafür ein, die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern und Menschen zu unterstützen, die Hilfe und Unterstützung benötigen. So entstand eine weltweite soziale Bewegung, die ihren Schwerpunkt in der Herstellung guter Bildungschancen, der Hilfe zur Selbsthilfe sowie dem Einsatz für interkulturellen und interreligiösen Dialog sieht.

Menschen in Hizmet gründen weltweit Schulen und leistet in Nachhilfeinstitutionen Unterstützung in der Bildungsarbeit. Auch engagieren sich viele Menschen in weltweit tätigen Hizmet-nahen Hilfsorganisationen. Ihre Hilfe kommt Menschen in Krisenregionen dieser Erde zugute.

Hizmet im Kontext der Entwicklungen in der Türkei

Häufig werden Hizmet sowie der islamische Prediger Fethullah Gülen, dessen Ideen und Lehren vielen Menschen in Hizmet Orientierung und Impulse geben, in den internationalen wie auch deutschen Medien thematisiert. Hizmet ist als weltweites Netzwerk in vielen Ländern aktiv, deren politische und gesellschaftliche Verhältnisse zuweilen unterschiedlich sind.

Hizmet in Deutschland steht auf der Seite derer, die Werte wie Menschen- und Bürgerrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit innerhalb und außerhalb der Türkei vertreten und fördern. Vor diesem Hintergrund beobachten Engagierte für Hizmet in Deutschland die Ereignisse in der Türkei.

Informationen zu Hizmet International und zur Haltung gegenüber der jüngsten Ereignisse in der Türkei finden Sie hier:

Journalists and Writers Foundation, Türkei: http://gyv.org.tr/Haberler

Alliance for Shared Values, USA: http://www.afsv.org/

Hizmet in den Niederlanden: http://www.gulenbeweging.nl/

Bei Fragen zu Hizmet und Fethullah Gülen steht die Stiftung Dialog und Bildung als Ansprechpartner zur Verfügung. Gerne vermittelt die Stiftung auch Kontakte zu anderen Ansprechpartnern.

Weltweit für den Frieden

Das weltweite, vielseitige Engagement der Menschen in Hizmet kann als Netzwerk verstanden werden, das sich für Frieden und Verständigung in der Welt einsetzt. Im Laufe der Jahre hat sich aus einer kleinen Gemeinschaft in der Türkei ein breites gesellschaftliches Engagement etabliert, das sich auf weite Teile der Welt erstreckt und sich in vielfältigen Projekten vor Ort zeigt. Die in Hizmet engagierten Menschen kommen aus verschiedenen kulturellen, geografischen, sprachlichen und religiösen Bereichen.

Hizmet beruft sich auf universelle Werte wie Toleranz, Chancengerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe, demokratische Grundrechte, Meinungsfreiheit und Gleichstellung von Mann und Frau. Für diese Werte setzen sich die Menschen in Hizmet aktiv ein.

Fethullah Gülen und Hizmet

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Fethullah Gülen ist ein türkischer Islamgelehrter, Autor und Dichter. Er wurde 1941 in Erzurum in der Ost-Türkei geboren. Mit seinen Lehren zu interreligiösem Dialog und friedlichem Miteinander und seinem Einsatz für Bildung als Schlüssel zu Entwicklung und Wohlstand bewegt er seit Jahren Menschen auf der ganzen Welt zu ehrenamtlichem Engagement. Er wird von Vielen als ein wichtiger muslimischer Gelehrter und interreligiöser Partner geschätzt, der sich für die Vereinbarkeit des Islam mit der Moderne und dessen Antworten auf Fragen unserer Zeit eingesetzt hat.

Nach seiner Grundausbildung an einer öffentlichen Schule verfolgte Fethullah Gülen intensive Selbststudien der islamischen Wissenschaften sowie der Sozial- und Naturwissenschaften. Im Laufe der Zeit wurde er von einer Reihe namhafter islamischer Gelehrter unterrichtet, so zum Beispiel von Muhammed Lutfi Efendi. Nachdem er seine Ausbildung als staatlicher Prediger mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, wurde er als Prediger und Direktor eines Internats nach Izmir berufen. In der anschließenden Zeit entwickelte Gülen in unzähligen öffentlichen Predigten seine Lehren von Toleranz, gesellschaftlichem Engagement und Bildung als Schlüssel zu persönlicher Entwicklung weiter, die immer mehr Menschen inspirierten. So entstanden zunächst in der Türkei – und ab den 90er Jahren auch in den USA, Europa, Zentralasien und Afrika – Schulen und Bildungseinrichtungen, Universitäten, Dialogvereine, Krankenhäuser und Hilfsorganisationen, Unternehmerverbände und Medienhäuser.

Seit 1999 lebt Fethullah Gülen in den Vereinigten Staaten von Amerika im Bundesstaat Pennsylvania. Dorthin hatte er sich zur Behandlung von gesundheitlichen Problemen begeben. Kurz nach seiner Einreise wurde ein Gerichtsverfahren gegen ihn eingeleitet. Um zu verhindern, dass seine Rückkehr in die Türkei zu möglichen Unruhen im Land führt und von einigen Kreisen als Anlass genommen wird, die „demokratischen Errungenschaften umzukehren“, ist Gülen – trotz des einstimmigen Freispruchs im Jahre 2006 – in Amerika geblieben. Seit 2008 ist er im Besitz einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung (Green Card).

Fethullah Gülen und seine Lehren sind für viele Menschen wichtige Quellen der Inspiration. Letztendlich findet das Engagement aber jeweils vor Ort statt und jeder und jede Engagierte entscheidet selbst, auf welche Art und Weise sie oder er selbst einen Beitrag leisten möchte.

Ercan_Karakoyun StiftungErcan Karakoyun

Vorsitzender der Stiftung Dialog und Bildung

Ercan Karakoyun ist seit der Gründung der Stiftung Dialog und Bildung im November 2013 ihr Vorsitzender. Er wurde in Schwerte geboren. Im Rahmen eines Stipendiums der Friedrich-Ebert-Stiftung hat er sein Studium der Raumplanung an der Universität Dortmund mit dem Schwerpunkt Stadtsoziologie abgeschlossen. Er ist Gründungsmitglied des Forums für Interkulturellen Dialog (FID) e.V. Berlin und war seit 2008 dessen Geschäftsführender Vorsitzender. Er ist Mitglied im Kuratorium des Bet- und Lehrhauses am Petriplatz. Er ist außerdem Mitglied im publizistischem Beirat der Zeitschrift “Die Fontäne”, Kolumnist des Portals dtj-online.de, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.

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Dr. Jochen Thies

Vorsitzender des Kuratoriums

Ahmet Daskin

Ahmet Daskin

Projektmanager

Dr. Jochen Thies ist der Gründungsvorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Dialog und Bildung. Er wurde in Ostpreußen geboren, machte das Abitur in Bielefeld und studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Romanistik in Kiel, Freiburg und Köln. Er war kurz als Studienrat tätig, erhielt danach ein Stipendium und promovierte bei Andreas Hillgruber mit einer Studie über die „Endziele“ Adolf Hitlers. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in London. Er entschied sich für eine journalistische Laufbahn, wurde Redenschreiber von Bundeskanzler Helmut Schmidt, war Ressortleiter Außenpolitik einer überregionalen deutschen Tageszeitung, Chefredakteur der Zeitschrift Europa-Archiv/Internationale Politik und viele Jahre in leitenden Stellungen für die ARD tätig.

Ahmet Daskin begleitet insbesondere die Aufgaben im Bereich Bildung und Social Media bei der Stiftung Dialog und Bildung. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Stiftung Dialog und Bildung, Ercan Karakoyun, obliegt Herr Daskin die konzeptionelle Ausarbeitung der Stiftungsaktivitäten. Neben der Analyse von relevanten Themen erarbeitet er Konzepte für Veranstaltungen und erstellt Publikationen. Sein Fokus liegt im Bereich der Bildung auf den Themen Radikalisierungsprävention und politische Bildung. Zugleich sucht er den Dialog und die Begegnung mit Interessierten und Partnern.